2. Einsatzhundertschaft der Polizei - kein Bedarf? Erstaunliches Schreiben des Innenministers / 70 000 Einsatzstunden in 2015 zusätzlich allein bei der Polizeidirektion Kiel, zu der der Kreis Plön gehört

(30.06.2016) Zum Thema Polizei/Sicherheit hatte der Plöner Kreistag eine Resolution an den Innenminister des Landes gerichtet. Aus der Antwort von Minister Stefan Studt von Juni 2016: "Die in der Resolution angeführte außergewöhnliche Erhöhung der Einsatzlagen und -stunden steht insofern nicht im Zusammenhang mit der Umorganisation der Schutzpolizeidienststellen des Kreises Plön. Unabhängig davon wurde jüngst die Option einer 2. Einsatzhundertschaft eingehend geprüft, jedoch wegen vorhersehbar mangelnder Auslastung einer solchen Einheit sowie aus konzeptionellen Erwägungen zur Aufgabenwahrnehmung und Personalausstattung der Dienststellen des polizeilichen Einzeldienstes nicht weiter verfolgt."

Werner Kalinka: "Die interessante Nachricht: Der Aufbau einer 2. ständigen Polizei-Einsatzhundertschaft wurde jüngst vom schleswig-holsteinischen Innenminister intensiv geprüft. Gut so, immerhin. Dies fordert die CDU im Kreis Plön seit Dezember 2012, siehe Beschluss des Kreisparteitages in Schönberg. Und: Finanzielle Gründe werden für eine derzeitige Nicht-Realisierbarkeit von der Landesregierung offenbar nicht mehr angeführt.

Die erstaunliche Nachricht: Ein Bedarf wird nicht gesehen. Dies verwundert sehr, denn wir hören seit Jahren, dass die Belastung der Polizei durch solche Einsätze deutlich gestiegen ist. Und: Ein erheblicher Teil der Überbelastung der Polizeibeamten vor Ort kommt ja auch daher, dass immer wieder für geschlossene Einsätze in- und außerhalb Schleswig-Holsteins eine erhebliche Zahl von Kräften abgestellt werden muss. Allein 2015 gab es für die Polizeidirektion Kiel, zu der der Kreis Plön gehört, eine Einsatzstundenzahl von rd. 70 000 für entsprechende Einsätze.

Der Minister wäre gut beraten, seine Position zum Thema Schaffung einer 2. Einsatzhundertschaft der Polizei für Schleswig-Holstein noch einmal zu überdenken. Auch die Familien der Polizeibeamten, die häufig aus den Stationen zu solchen Einsätzen - auch kurzfristig - müssen, wären dankbar."
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